Unraum52
Ein Kollektiv aus jungen Kunstschaffenden hat an der Guisanstrasse – ganz legal – ein Haus besetzt. Im «Unraum 52» laden sie zu einer einmaligen Ausstellung. Nach der Finissage beginnt der Abbruch.
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Ein vorübergehender Unort - Ihr aktuelles Projekt nennt sich «Unraum 52», in Anlehnung an die Adresse der Villa (Guisanstrasse 52), aber auch in Anspielung auf den vorübergehenden «Unort», den sie mitten im gutbetuchten Rotmonten eröffnen. Einige Nachbarn hätten auch schon herübergeäugt und sich wohl gefragt, was da für junge Leute mit Spraydosen und Farbkübeln ein und aus gingen. «Ich fände es super, wenn sie auch an die Ausstellung kämen», sagt Sandi Gazic. Die künstlerische Hausbesetzung in Rotmonten ist auf legalem Weg entstanden. Die Besitzer der seit langem leerstehenden Villa haben ihre Erlaubnis für die Kunstausstellung erteilt und dem Kollektiv das Haus für ein paar Wochen überlassen, inklusive Wasser, Strom und Heizung. Bald soll das Wohnhaus sowieso abgebrochen werden, also sind den Künstlern höchstens statische Grenzen gesetzt: Tragende Wände sollten besser stehen bleiben. «Doch wir haben schon ein bisschen gewütet», sagt Sandi Gazic und streicht mit der Hand über eine verkleisterte Wand. Ein bisschen Dreck und Farbe dürfe schon sein, auch in Rotmonten.
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Roger Berhalter für das St. Galler Tagblatt, 2013
Rauminstallation
Domenic Lang
Stefan Schöbi
Mats Hartmann
Domenic Lang